Die Initiative SOS-Mühlenkampkanal hat gewonnen!

Heute wir, morgen Ihr!

überzeugte die Bürger Hamburg-Nords

 

Hamburg, den 12. Dezember 2018.

 

29 % Wahlbeteiligung katapultierten diesen Bürgerentscheid zum Entscheid mit der größten jemals erreichten Beteiligung in Hamburg-Nord.  Bezirksabstimmungsleiter Tom Oelrichs erklärt für den Bezirk: „Durch die hohe Beteiligung kann ein deutlich repräsentativeres Meinungsbild gewonnen werden als bei anderen Bürgerentscheiden.“

 

Dazu ergänzt der Sprecher der Initiative SOS-Mühlenkampkanal Karl-Lorenz Ottensmeyer: „Unser Bürgerentscheid wurde zum Stimmungsbarometer Hamburger Wohnungsbaupolitik“ und führt weiter aus:

Die Menschen haben sich hier gegen rücksichtslose Wohnungsbaupolitik und fortschreitende Vernichtung von Grünflächen, als Resultat eines hastigen und konzeptlosen Städtebaus ausgesprochen.  Das Abstimmungsergebnis gilt für den grünen Bereich am Mühlenkampkanal.  Die Rote Linie für den nachverdichtenden Wohnungsbau ist in ganz Hamburg überschritten! Solch konzeptarme Bauklotzpolitik ist an jeder anderen Stelle in Hamburg genauso fatal und falsch.  Die Menschen wollen keine Betonhöhlen für Massen, sondern Erhalt des Mikroklimas und der Lebensqualität in unserer Stadt! Hamburg braucht mehr, statt weniger Bäume! Das „Bündnis für Wohnen“ muss neu überdacht werden.  Bestand und Neues sollten sich ergänzen und bereichern.  Mit völlig unsinnigen ideologischen Zusammenrück-Parolen und goldenen Handschlägen für Spekulanten ist es nicht mehr getan.  Das haben Wähler in ganz Hamburg-Nord erkannt, zum Teil am eigenen Leib erlebt und es hat sie bewogen mitzumachen.  Der trickreichen Vorlage der Bezirksversammlung mochten deswegen mit 44,45 % nicht mal die Hälfte zustimmen.  Ging die Versammlung doch davon aus, dass dazu nun wirklich jeder ja sagen könnte und müsste.  Hier wurde der Politik deutlich die missbilligende Meinung gesagt und nicht erst mit der Stichfrage entschieden.

 

Es ist höchste Zeit, dass Bürgerbeteiligung auf lokaler Ebene ein starker und aktiver Faktor praktizierter Demokratie wird.  Bürgerbegehren sollten von der Politik nicht ausgetrickst, sondern als Ansporn verstanden werden, ein Vorhaben zu modifizieren und zu korrigieren oder auch mal ganz sein zu lassen.

 

Die zentrale soziale Aufgabe neben dem freien Wohnungsmarkt einen Bestand an „bezahlbaren“ Wohnungen zu schaffen, bleibt unerledigt, solange nicht Sozialwohnungen, die der Stadt gehören oder im Bestand gemeinnützig orientierter Genossenschaften gehalten werden, diese Aufgabe auf Dauer und in großem Maßstab übernehmen.  Mit hier und da für fünf Jahre und 8,00 oder 9,00 € angebotenen Wohnungen, kann das nicht gelingen. Dieser Mietpreis soll übrigens das Label für weitere Mogelpackungen werden!  Achten Sie darauf!  Solche 5-Jahre-Feigenblatt-Politik dient allein der Karriere der beteiligten Personen.  Die Bauklotz-Politiker ziehen weiter auf ihrer Karriereleiter, während der Sozialwohnungsbestand weiter abschmilzt.  Der Spekulant bekommt seinen Reibach.  Der Stadt und dem Bürger bleibt die Bausünde!  

 

Mit einer weiteren Bausünde am Mühlenkampkanal konnten wir uns nicht abfinden und haben uns auf den beschwerlichen Weg des Bürgerbegehrens gemacht.  Viele Aktivisten stießen dazu und über 10.000 Menschen haben das mit ihrer Unterschrift bekräftigt.

Unsere große Freude über den durchschlagenden Wahlerfolg ist verbunden mit unserem herzlichen Dank an alle Unterstützer, die Unterzeichner und natürlich die vielen Wähler. Die Wähler haben aus unserer Fragestellung über den Grünerhalt im Quartier am Kanal eine überwältigende Stellungnahme zum Schutz von Grün und gegen übermäßige Nachverdichtung für den gesamten Bezirk gemacht.  Es war ihnen offensichtlich wichtig abzustimmen und zu zeigen, dass es nicht um die Minderheit ein paar aufgebrachter Anwohner geht, sondern dass die Mehrheit ein grünes Hamburg will.  Ab heute gibt es wenig Grund anzunehmen, dass ein Hamburg weites Votum anders ausfiele.

 

Am Ende steht unser freundlicher Appell an die Politik im Bezirk und Senat:

Hamburg hat einen anspruchsvolleren Städtebau verdient, als wir ihn hier erleben sollten. Bürgerentscheide passieren dann, wenn die Politik aus dem Ruder zu laufen scheint.  Politiker empfinden das vielleicht als Gegenwind, aber dahinter stecken Herz und Engagement, sehr viel Arbeit und Zeit und nicht zuletzt: Gute Gründe!   Es ist wichtig, Wege zu finden, diesen Wind als Potential zu nutzen und zukünftig gemeinsam mit den Bürgern zu segeln.  Sollte es dereinst mal zu einer Weiterentwicklung des Bebauungsplanes Winterhude 18 kommen, dann sollte dies wirklich nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern geschehen.  Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan ist hier keines Falls das Passende, nicht in einem halben Jahr und auch nicht in zwei Jahren.  Daher stimmten 71,36 % der Wähler für die Vorlage der Initiative SOS-Mühlenkampkanal. (Übrigens: Die meisten mussten sich damit gegen ihre angestammte Partei entscheiden!)

 

 


Das Abstimmungsergebnis fiel wie folgt aus:

 

Vorlage des Bürgerbegehrens

 

 

 

JA

NEIN

Ungültige Stimmabgaben

absolut

in %

absolut

in %

absolut

in %

48.238

71,36

18.173

26,88

1.186

1,75

Vorlage der Bezirksversammlung

 

 

 

JA

NEIN

Ungültige Stimmabgaben

absolut

in %

absolut

in %

absolut

in %

30.044

44,45

35.111

51,94

2.442

3,61

Stichfrage

 

 

 

 

 

Bürgerbegehren

Bezirksversammlung

Ungültige Stimmabgaben

absolut

in %

absolut

in %

absolut

in %

46.691

69,07

20.193

29,87

713

1,05

             

 

Damit ist die Vorlage des Bürgerbegehrens angenommen und die Vorlage der Bezirksversammlung Hamburg-Nord abgelehnt worden. Gleichzeitig damit ist das sich ebenfalls zu Gunsten des Bürgerbegehrens darstellende Ergebnis der Stichfrage gegenstandslos.


WICHTIG! Einsendeschluss für die Wahlunterlagen ist der

-> Mo. 03.12.2018 <-


Die Dorotheenkai-Lüge

5 Jahre „bezahlbarer Wohnraum“ für die Bürger,

danach mind. 80 Jahre Gelddruckmaschine für den Investor

Profitmaximierung zu Lasten von Mensch und Natur.

Mogelpackung „Dorotheenkai“

Hamburger Abendblatt vom 26.11.2018 (auch auf unserer NEWS Seite!)


Wie würde der Mühlenkampkanal aussehen, wenn wir untätig blieben?

Neben den bereits bestehenden drei 13-stöckigen Hochhäusern sollen auf dem Grünstreifen direkt am Kanal zusätzlich 10 weitere Gebäude mit bis zu 7 Geschossen gebaut werden. Damit wird nicht nur der Mühlenkampkanal verschattet, sondern es entsteht noch eine Bebauung, die nicht zu Hamburg passt.

Die Grünfläche mit teils altem Baumbestand würde fast vollständig verschwinden. Wir wollen, dass es in Hamburg mehr statt weniger Bäume gibt, denn die Bäume sind die Grundlage unseres Lebens. Die Brutplätze für die Schwäne, Gänse, Enten und zahlreiche weitere

Wildvögel würden zum größten Teil vernichtet. Wieder würde ein Stück Natur in Hamburg ein für alle Mal verloren gehen.

Für die bis zu 113 geplanten Wohnungen sollen nur wenige zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Der Verkehrsinfarkt wäre vorprogrammiert.

All dies wollen wir mit Ihrer Hilfe verhindern!

Der Mühlenkampkanal soll in seiner einzigartigen Weise als Erholungsgewässer bestehen

bleiben. Wir lieben die Alster und unsere Kanäle, die unserer Stadt das besondere Flair verleihen.

Wir brauchen Ihr JA beim Bürgerentscheid, damit wir Hamburgs Grün retten

Ja, wir brauchen in Hamburg Wohnungen, aber Nachverdichtung zu Lasten des Grüns in Hamburg darf nicht immer die Lösung sein.

Deutlich sinnvollere Maßnahmen wären Dachgeschossausbauten, Aufstockung bestehender Häuser, Unterbindung der massenweisen Zweckentfremdung von Wohnungen sowie die Umwandlung von nicht benötigten Büros in Wohnraum. Das alles wäre sofort umsetzbar.

Wir wollen, dass nicht Investoren und Spekulanten entscheiden, wo und wie gebaut wird, sondern die Bürger. Bürgerbeteiligung darf nicht nur auf dem Papier stehen.

Es darf nicht sein, dass überall in Hamburg immer mehr Grünflächen und Bäume dem Wohnungsbau geopfert werden.



Vielen Dank allen, die zu unserer Info-Veranstaltung am 26.9.2018 erschienen sind! Vielen Dank für die bisher geleistete und in den kommenden Wochen sehr willkommene Hilfe bei der Rettung unseres Hamburger Stadtgrüns!


Wichtig! Ab dem 8.11.2018 geht es los!

Ab diesem Datum werden die Briefwahlunterlagen versandt.


Wie an jenem Abend versprochen: hier die Karte des Bezirks Hamburg-Nord in dem ALLE dort gemeldeten Mitbürger zum Bürgerentscheid wahlberechtigt sind und in dem wir auch ALLEN bewusst machen sollten:

Heute sind es wir, morgen seid es IHR!

Also macht alle mit! Aktiviert Freunde, Bekannte, Verwandte für unseren Bürgerentscheid zu stimmen. Und macht anderen Betroffenen Mut, für den Erhalt des grünen Charakters unserer schönen Stadt einzustehen.

Wir schaffen das! mit euch!!


Hamburg Nord

Liste aller Postleitzahlen nach Stadtteilen sortiert:

Stadtteil

Alsterdorf

20251, 22297, 22335, 22337

Barmbek-Nord

22297, 22303, 22305, 22307, 22309

Barmbek-Süd

22081, 22083, 22085, 22305

Dulsberg

22049

Eppendorf

20249, 20251, 22529

Fuhlsbüttel

22335, 22339, 22415, 22453

Groß Borstel

22297, 22335, 22453, 22529

Hoheluft-Ost

20144, 20249, 20251, 20253

Hohenfelde

22087, 22089

Langenhorn

22415, 22417, 22419

Ohlsdorf

22309, 22335, 22337, 22391

Uhlenhorst

22081, 22085, 22087

Winterhude

20249, 22297, 22299, 22301, 22303, 22305

 


Es geht weiter! Und Ihr seid alle, alle eingeladen mit uns am 26.09.2018 über Vorder- und Hintergründiges zu dieser Initiative und zum kommenden Bürgerentscheid im November 2018 zu diskutieren.


Stellungnahme zu obigem Artikel:
Die Initiative ist erleichtert und erfreut darüber, dass inzwischen auch Herr Kienscherf eingeräumt hat, dass die geplante Bebauung auf dem Grundstück Dorotheenstraße 10-16 zu massiv sei.
 
Die Behauptung von Herrn Tjarks dagegen, dass man uns entgegengekommen sei, gibt nur ein sehr verzerrtes Bild über den tatsächlichen Verlauf der vertraulich geführten Gespräche wieder. 
 
Die Initiative war nach 4 Monaten intensiven Ringens um einen guten Kompromiss sehr enttäuscht darüber, dass immer noch über Bebauungsalternativen mit bis zu 7geschossigen Gebäuden auf dem Grundstück gesprochen werden sollte. Da war für uns ein echtes Entgegenkommen weder seitens des Investors noch der Politik zu erkennen.
 
Weil sich aber an diesem Punkt die Gespräche nicht weiter entwickelten, brach die Initiative die Gespräche ab, um nun zügig durch die Bewohner von Hamburg-Nord eine Entscheidung herbeizuführen.

Mühlenkampfest am 15. + 16.9.2018

Wir waren dabei und ihr auch! Danke!!

Mehrere hundert Besucher kamen an unseren Info-Stand auf dem Mühlenkampfest! Unsere bunte Truppe engagierter Anwohner und Unterstützer standen Ihnen für Fragen und Diskussionen an den beiden Tagen des Straßenfestes zur Verfügung und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Gedankenaustausch.


DIE UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG WAR ERFOLGREICH!


Liebe Retter des Grüns am Mühlenkampkanal !!!!!

 

Nachdem Anfang April unser Vertrauensmann Thomas Voigt dem Stadtentwicklungsausschuss des Bezirks Hamburg-Nord unsere Initiative SOS-Mühlenkampkanal erfolgreich vorgestellt hatte, gehen die Verhandlungen unserer Vertrauensleute mit dem Bezirk nun in eine erste Verlängerung. Heiße Diskussionen hinter verschlossenen Türen...

In dieser Phase wird erwartet, dass Details der Gespräche nicht öffentlich diskutiert werden. Trotzdem ist das Interesse der Menschen, die unsere Initiative aktiv unterstützen natürlich groß. Oft kommt die ganz persönliche Situation als Grundstücksnachbar oder Hochhausbewohner noch dazu. Wir bitten Sie, um Ihr Verständnis, dass wir hier das vom Gesetzgeber eingeplante "Spiel" Verhandlungen ernsthaft mitspielen und Fragen im Moment nicht vollumfänglich beantworten können.  Weiterhin bitten wir Sie um Ihre Unterstützung, denn aus so manchen Fragen oder Bedenken lassen sich schlagkräftige Argumente formulieren. Schreiben Sie uns die gerne!

10.000 Unterschriften sind eine Belohnung und ein Auftrag, den unsere Vertrauensleute sehr ernst nehmen! Die Initiative fühlt sich unverändert dem obersten Ziel verpflichtet, dass der Mühlenkampkanal umgrünt und ein Erholungsgewässer bleiben muss.  Gerade dieser Tage kann man wieder erleben, wie stark der Mühlenkampkanal für die Freizeit genutzt und genossen wird.  Ganz sicher kann eine Lösung nur eine vernünftige Lösung und nicht irgendein Kompromiss sein.  Einem Kompromiss, wo der Mühlenkampkanal, wie von der Robert Vogel KG geplant, zur Betonwüste wird, werden wir nicht zustimmen.  So haben wir vorab gefordert, dass auf dem Grundstück Dorotheenstraße 10 bis 16 bis zu einem Bürgerentscheid keine Baumfällungen genehmigt werden und das Bezirksamt hat dem verbindlich zugestimmt.

Mit den allerbesten Grüßen und natürlich unserem freundlichen Schlachtruf: "Wir schaffen das!!!" 

 


Bericht über die Initiative im NDR Hamburg-Journal 09.10.2017


initiative sos-mühlenkampkanal

Wir kämpfen gegen die Nachverdichtung durch das Projekt "Dorotheen-Kai" in der Dorotheenstraße 10-16 durch die Robert Vogel GmbH & CoKG


Statement

Eine Nachverdichtung an diesem Standort wäre eine große Belastung für den Stadtteil. Die Natur müsste einer Betonwüste weichen. Hier würde viel Grün vernichtet, das in einem schon dicht bebauten Quartier dringend benötigt wird. Auch die Graugänse, die hier ihre Brutplätze haben, würden vertrieben.

Außerdem würden die neuen Gebäude viel zu dicht an die bestehenden Hochhäuser gebaut. Das bedeutet für die Bewohner massive Einschränkungen in ihrer Lebensqualität.


„Wir haben das Ziel, einen Bürgerentscheid gegen das Bauvorhaben zu erzielen. Dafür sind 7115 Unterschriften notwendig. “

Karl-Lorenz Ottensmeyer, Tierarzt